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  Comune di Orselina | Monumenti storici | Oratorio di San Bernardo
 


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Das Oratorium San Bernardo
Madonna del Sasso
Die Pfarrkirche
Castello Bernese

 


Das gut erhaltenene Innere des Kirchleins, dessen ursprüngliche Struktur auf das 17. Jahrhundert zurückgeht.


Se poi, presso la Madonna del Sasso, il dilettante di corse pei monti si volgesse a dritta seguendo un angusto sentiero, giungerebbe al pensile paese di Orselina, ove spiegasi bellissima vista, e di là per arduo calle potrebbe raggiungere in un'ora circa la sommità del monte, ove siede un oratorio dedicato a San Bernardo. E quivi più vago prospetto abbraccia più ampio tratto di lago, e scopre maggior numero di abitati che coronano le aque o biancheggiano sulle chine dei monti" (1).



“Wenn sich ein Anhänger von Bergläufen von der Madonna del Sasso nach rechts wendet und dem engen Weg folgt, gelangt er in das am Hang klebende Dorf Orselina mit seiner prachtvollen Aussicht und von dort in etwa einer Stunde steilen Aufstiegs zur Hügelkuppe, auf der ein dem heiligen Bernhard geweihtes Kirchlein steht. Da oben weitet sich der Panoramablick auf den See, und man erspäht immer mehr Leute, die sich am Ufer, auf dem Wasser oder in den Bergen tummeln.” Der Weg nach San Bernardo steigt vom Zentrum von Orselina aus regelmässig an, ist gut markiert und führt durch üppigen Wald. Die Aussicht nach Süden ist besonders reizvoll. Wanderer werden an dieser Strecke ihre Freude haben, auch weil sie neben der prächtigen Natur den Eindruck der Bergwelt vermittelt, den man so nahe den Wohngebieten gar nicht erwarten würde. Es ist ein sehr beliebter Ausflug, der erst noch den Vorzug hat, auch die religiöse Ausstrahlung rund um den Sacro Monte im Geist weiterhin zu spüren. Das Kirchlein von San Bernardo leitet seinen Namen von dem Maiensäss ab, auch wenn es den Aposteln Jakob und Philipp gewidmet ist, deren Festtag auf den 1. Mai fällt. An diesem Tag war San Bernardo nach der Tradition Ziel einer Prozession, Calendimaggio genannt. Um die Geschichte des Kirchleins ranken sich fromme Legenden und Dankesbezeugungen für erhaltene Gnadenerweise. Das kleine Gotteshaus erhebt sich auf einer Anhöhe auf 1096 Meter über Meer. Etliche Bergkreuze zieren die umliegenden Gipfel. Gleich hinter uns winkt Cardada, mit einer modernen Kabinenbahn und der anschliessenden Sesselbahn nach auf die Cimetta erschlossen. Auf der Ostseite ragt die Bergspitze des Sassariente in die Höhe; weiter im Süden, über der Capriasca, ist diejenige des Cavaldrossa zu erkennen; gegenüber die Berge des Gambarogno und der Monte Lema; im Westen der Ghiridone, an der Grenze nach Italien.

 

Ursprünglicher Bau aus dem 17. Jahrhundert:
Das Kirchlein von mässiger Grösse hat den Vorzug, im Wesentlichen die Linien des ursprünglichen Baus aus dem frühen 17. Jahrhundert beibehalten zu haben. An der Wand über dem einzigen Altar prangte ein Bild des Gekreuzigten mit den Heiligen Jakob und Philipp. Das vom Zahn der Zeit angenagte Fresko wurde 1931 durch ein Gemälde mit dem gleichen Thema ersetzt, das Janci Adamina gemalt hat. An der Wand auf der rechten Seite eine Madonna mit Kind in ländlichem Stil, auf der linken Seite der heilige Bernhard von Clairvaux, den Hirtenbrief in der einen Hand, in der andern eine Kette, an die der Teufel zu Füssen des Heiligen gefesselt ist. Der Portikus entstand 1881, der kleine Campanile wurde 1928 nach Plänen von Arch. Emilio Benoit errichtet. Wer nach San Bernardo aufsteigt, stösst auf drei Kapellen, die einst der Rast dienten und dem lombardischen Stil entsprechen. Die erste liegt etwas abseits der Strasse, ist aber in der Nähe der Hütte Al Salto gut sichtbar. Die Cappella Sassalto wird wegen einer Legende, die sich um ein Wunder dreht, auch “Cappella del diavolo” genannt. Im Innern ein Bild der Kreuzabnahme, am Bogen die Inschrift “Adamina Giovan Battista fece fare 1865”. Die Cappella Passalli trägt die Jahrzahl 1626 mit der Inschrift “Gio. Passal figliolo de Cristofforo Passal F.F”. Das Bild stellt die Madonna mit Kind dar. 1928 wurde die Kapelle dank der Familie Battista Passalli neu verputzt und ausgemalt, die Restaurierung 2000 ist der Bürgergemeinde Muralto zu verdanken. Die letzte Kapelle ist auch die neuste und entstand aufgrund eines Exvotos von Giovanni Antonio Buetti. Es bezieht sich auf ein Ereignis im Militärdienst, als es dem Mann gelang, mit Hilfe der Jungfrau Maria zwei zwielichtige Gestalten in die Flucht zu schlagen. Das Bild stellt die Muttergottes von Einsiedeln zwischen dem heiligen Nikolaus von der Flüe und dem Auftraggeber in Uniform dar. Im Hintergrund der Vierwaldstättersee, die Rütliwiese und die Tellskapelle. Auf dem Frontispiz prangt das Wappen der Familie Buetti und eine Inschrift mit der Jahrzahl 1867.