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  Die Gemeinde Orselina | Orselinas Geschichte
 


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Die Madonna del Sasso
Die ersten Schritte zur selbständigen Gemeinde
Bäuerliche Tradition und Aufbruch zur Moderne

 

Publikationen

 



 



Die Madonna del Sasso auf einem Druck des 18. Jahrhunderts. Man sieht einen Teil der Ringmauer und zwei der drei Türme der Burg San Biagio.

 


Die Geschichte von Orselina war über Jahrhunderte hinweg ein ständiges Suchen nach dem Standort zwischen See und Bergen, zwischen dem Lago Maggiore, der sich vor den Augen ausbreitet und unverzichtbarer Teil des Panoramas wird, und den schützenden und stützenden Bergflanken, dem Aufstieg durch Wiesen und Wälder, die bis zum Kirchlein San Bernardo und schliesslich bis nach Cardada reichen. Orselina hat heute seinen festen Platz am Hang und hat sich in diese Lage eingelebt. Aber in der Vergangenheit, bis zu den Fünfzigerjahren, ist sein Schicksal von See und Bergen geprägt. Erst 1881 löste sich die jetzige Gemeinde von Muralto, mit dem es seit 1803, dem Jahr der Unabhängigkeit des Kantons Tessin, ein Gemeinwesen namens Orselina gebildet hatte. Der seenahe Teil wurde den Nachbarn abgetreten. Der Name war früher anders definiert: Dem Ortsnamen Orselina wurde Consiglio Mezzano angefügt, manchmal ersetzte es ihn auch. Und mit dem Namen wechselte auch die Gemeindegrenze, die ursprünglich gegen Locarno bis zur Mündung der Ramogna reichte. Auf der andern Seite, gegen Minusio, bildeten die Bäche Rabissale (oben) und Remardone (unten) die Grenze; alle drei fliessen in den See, der die unterste Grenze bildet. Von hier aus reichte das Gemeindegebiet bis zu den Bergspitzen. Allmählich erhielten die beiden Gemeinschaften der “Vicinia di Orselina” ein eigenes Gesicht und entfernten sich immer mehr voneinander, bis es zur endgültigen Trennung kam. Einige urkundlich festgehaltene Episoden zeugen davon, dass es schon Anfang des 18. Jahrhunderts zu Reibereien gekommen war, die in erster Linie der unterschiedlichen Haupttätigkeit der beiden Ortschaften zuzuschreiben waren. In den höheren Lagen standen Wiesen, Wälder und Rebberge im Vordergrund.
Luigi Lavizzari, Tessiner Naturwissenschafter und Politiker

 


Ein Stück der Schotterstrasse, die Locarno und Orselina verbunden hat, im Hintergrund der Glockenturm der Pfarrkirche.

 

 


Die Stadt Locarno auf einem Druck des späten 18. Jahrhunderts. Im oberen Kreis der Wallfahrtsort Madonna del Sasso in Orselina.